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Aktuelles

Aus der Verbandsversammlung

Am Mittwoch, den 3. Dezember 2025, trat im Kropper Rathaus die Verbandsversammlung des Breitbandzweckverbandes Mittlere Geest zu ihrer fünften öffentlichen Sitzung zusammen. Verbandsvorsteher Thomas Klömmer eröffnete die Versammlung, stellte die Beschlussfähigkeit fest und legte einen umfassenden Bericht über den Fortschritt des Glasfaserausbaus, die finanzielle Lage sowie über strategische Zukunftsentscheidungen des Verbandes vor.

 

Im Mittelpunkt stand die weiterhin sehr positive Entwicklung der Glasfaseranschlüsse im Verbandsgebiet. Allein von Januar bis Oktober 2025 wurden 142 neue Anschlüsse aktiviert. Insgesamt verfügt der Zweckverband nun über 5.436 Hausanschlüsse und erreicht damit eine Anschlussquote von rund 72 Prozent – deutlich mehr als die ursprünglich kalkulierten 60 Prozent. Dieser erfreuliche Ausbau schlägt sich auch finanziell nieder: Für das Jahr 2025 rechnet der Verband mit Pachteinnahmen in Höhe von rund 1,74 Millionen Euro, die sich aus der regulären Pacht pro Anschluss sowie den Durchleitungsentgelten für die Mitnutzung der Netzinfrastruktur durch die TNG zusammensetzen.

 

Ein Schwerpunkt des diesjährigen Ausbaus lag in der Gemeinde Stapel. Nach der Vergabe der Planungsleistungen und der europaweiten Ausschreibung der Bauarbeiten konnten im Juli 2025 die Tiefbauarbeiten beginnen. Bereits nach vier Monaten sind diese nahezu abgeschlossen; es fehlen lediglich wenige Oberflächenwiederherstellungen und einige Hausanschlüsse. Die Gesamtinvestition für Stapel beträgt 1,42 Millionen Euro, wovon ein großer Teil durch Bundes- und Landesmittel gedeckt wird. Die Verbandsversammlung bestätigte während der Sitzung die Vergabe der Tiefbau- und Kabelmontagearbeiten an die EMS GmbH aus Hohenlockstedt sowie die Vereinbarung mit der TNG zur Mitverlegung von Leerrohren. Bereits am 15. Oktober konnte die Aktivierung des Glasfasernetzes in Stapel in einer kleinen Feierstunde auf dem Hof der Familie Börm begangen werden – ganz im Zeichen des Mottos „Glasfaser bis zur letzten Milchkanne“.

 

Erfreuliches gab es auch von der Bundesförderung zu berichten. Der Zweckverband erhielt im September die Mitteilung, dass der Bund den eingereichten Verwendungsnachweis vollständig anerkannt hat. Damit wurde die Restzahlung des Zuschusses in Höhe von 1,85 Millionen Euro freigegeben – ohne jegliche Kürzung. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich gemäß Feststellungsbescheid auf 45,13 Millionen Euro, die förderfähigen Ausgaben auf rund 36,93 Millionen Euro. Verbandsvorsteher Klömmer dankte an dieser Stelle Lutz Schnoor vom Amt Arensharde als Projektverantwortlichen für seine herausragende Arbeit beim Gesamtprojekt und die dadurch erfolgte hohe Förderung ohne jegliche Abzüge. 

 

 

 

 

 

Die Verbandsversammlung stellte außerdem die Jahresabschlüsse für 2023 und 2024 fest. Beide Jahresabschlüsse wurden von der Allgemeinen Treuhand Nord geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Überschuss für 2023 beträgt 551.797 Euro, der Überschuss für 2024 liegt mit 570.683 Euro sogar noch etwas höher. Beide Beträge werden der allgemeinen Rücklage zugeführt. Ebenso wurde die Haushaltssatzung für das Jahr 2026 mit Ergebnis-, Finanz- und Stellenplan einstimmig beschlossen.

 

Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt war die landesweite Zusammenarbeit zwischen den Breitbandzweckverbänden in Schleswig-Holstein. Der BZMG befürwortete die Gründung einer GmbH, die künftig ein gemeinsames Infrastrukturkataster betreiben soll. Ziel ist es, die Dokumentation, Planung und langfristige Nutzung der Glasfasernetze zu vereinheitlichen und die kommunale Zusammenarbeit weiter zu stärken. Damit setzt der Zweckverband ein klares Signal für die strategische Weiterentwicklung des Glasfaserausbaus im Land.

 

Darüber hinaus wurde über den Sachstand zur Zerlegung des Gewerbesteueranteils informiert. Das zuständige Finanzamt erkennt die bisherige Zerlegung nicht an; ein Widerspruch wurde eingelegt. Das Thema wird derzeit gemeinsam mit dem BKZ.SH, dem SHGT und dem Finanzministerium auf Landesebene geklärt. 

 

Zum Abschluss betonte Verbandsvorsteher Thomas Klömmer, dass der Zweckverband auch weiterhin konsequent daran arbeitet, jedes Grundstück im Verbandsgebiet an ein zukunftsfähiges Glasfasernetz anzubinden. Der ländliche Raum sei digital bestens aufgestellt. Die hohen Anschlusszahlen und die enge Zusammenarbeit mit allen Beteiligten zeigten, dass der Breitbandzweckverband Mittlere Geest sein Versprechen einlöse, den Ausbau „bis zur letzten Milchkanne“ zu gewährleisten und die Region nachhaltig zu stärken.